Gravuren des Jahr 1632

172-Abrisz und Gelegenheit der Neuerbauten Schwedischen Festung Gustavusburg undten am Auslauff des Mayns in den Rhein.

Abrisz und Gelegenheit der Neuerbauten Schwedischen Festung Gustavusburg undten am Auslauff des Mayns in den Rhein.

Gustavsburg, dne 01.01.1632 (do 28.02.1632)

Auf dem Bild sieht man das Gebiet um den Zusammenfluss von Main und Rhein unweit von Mainz. Auf dem Main-Ufer befindet sich eine sternförmige Festung, abseits auf dem Fluss sind einige Inseln. Eine Pontonbrücke führt nach Mainz. Im Vordergrund stehen ein kleines Dorf mit einem Kirchenturm und zwei männliche Gestalten. Links sind ein stilisierter Baum und eine weiterer Kirche. Am Himmel steht: „Gustaviburgum“.

Signace: neuvedena
Autor: neznámý

Originální název: Abrisz und Gelegenheit der Neuerbauten Schwedischen Festung Gustavusburg undten am Auslauff des Mayns in den Rhein.

Nach der Eroberung von Mainz durch die Schweden entfachten weitere Kämpfe in der Unteren Pfalz; Gustav Adolf beschloss daher, ein Befestigungssystem rund um Mainz und in der Umgebung zu errichten. Zu diesem Fortifikationsplan gehörte auch die Errichtung einer Festung in dem Dreieck, dass durch den Zusammenfluss von Main und Rhein gebildet wird. Die Festung sollte ursprünglich „Pfaffentraub“ heißen, diesen Namen hat man jedoch verworfen, und sie wurde „Gustavusburg“ benannt. Ein Teil von Mainz heißt noch heute so. Die geschilderten Ereignisse geschahen Anfang 1632.

171-Eigentlicher Abrisz der Situation und Demolierung der zwo Schantzen am Rhein, welche zwischen Hagenau und Lichtenaw von dem Obristen Ossa Anno 1630 gebawet, jetzo aber dem Vatterland und Freyheit zum besten 1632 im Jenner wider abgebrannt und geschleift worden.

Eigentlicher Abrisz der Situation und Demolierung der zwo Schantzen am Rhein, welche zwischen Hagenau und Lichtenaw von dem Obristen Ossa Anno 1630 gebawet, jetzo aber dem Vatterland und Freyheit zum besten 1632 im Jenner wider abgebrannt und geschleift worden.

Drusenheim, dne 25.01.1632

Auf dem Bild befinden sich zwei brennende Schanzen, diese stehen auf beiden Rhein-Ufern, eine bei Drusenheim (unweit eine Rhein-Insel), die andere unten wird vom Bauernvolk umgeben. Unter dem Bild befindet sich ein deutsches Gedicht, das die Befreiung des Feinds preist. Der zitierte deutsche Text ist über dem Bildabschnitt des Drucks angeführt.

Signace: J. v. Heyden fecit.
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Eigentlicher Abrisz der Situation und Demolierung der zwo Schantzen am Rhein, welche zwischen Hagenau und Lichtenaw von dem Obristen Ossa Anno 1630 gebawet, jetzo aber dem Vatterland und Freyheit zum besten 1632 im Jenner wider abgebrannt und geschleift worden.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1973
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld zog Gustav Adolf mit seiner Armee Richtung Westen und eroberte fast alles Städte und Festungen der Kaiserlichen und vor allem der Spanier. Er besetzte das gesamte Gebiet um den Rhein und zog dann nach Bayern, um seinen Sieg zu vollenden. Die restlichen spanischen Stützpunkte wurden dann im Rheingebiet von den schwedischen Generälen erobert, die hier nach dem Abzug der Hauptarmee nach Bayern geblieben waren. Somit fielen in die schwedischen Hände auch zwei kleine Festungen auf beiden Seiten des Rheins, die durch den spanischen Oberst Ossa im 1630 errichtet und zu großer Freude der hiesigen Einwohner am 25. Januar 1632 abgerissen und abgebrannt wurden.

173-Die Statt Thonawerth sambt der schwedischen Belagerung 16. März 1632.

Die Statt Thonawerth sambt der schwedischen Belagerung 16. März 1632.

Donauwörth, dne 16.03.1632

Auf dem Kupferstich sieht man die Donau mit der Einmündung des Flusses Wernitz unweit des Städtchens Donauwörth, das teilweise auch auf der Insel Wernitz liegt. Auf der rechten Seite greift die schwedische Armee an. Der angeführte latein-deutsche Text befindet sich über dem Bildabschnitt des Drucks, die Legende A-S ist unten.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Urbs Donaverda unacum obsidione per Svecos facta mense martio Anno 1632. Die Statt Thonawerth sambt der schwedischen Belagerung 16. März 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1973
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Während seines siegesreichen Zugs durch den Südwesten von Deutschland und nach dem Abschluss einer Freundschaftsvereinbarung mit der Stadt Nürnberg machte sich Gustav Adolf mit seiner Armee Richtung Donau auf und marschierte schnell zu Donauwörth. Diese Stadt wurde am 27. April 1632 erobert. Dadurch stand den Schweden der Tor nach Bayern offen, hier sollte es zu einer Begegnung mit Tilly und dem Herzog Maximilian von Bayern kommen.

469-Thonauwerth

Thonauwerth

Donauwörth, dne 27.03.1632

Auf dem Kupferstich sieht man die Donau und die daran gelegene Stadt Donauwörth, diese ist sehr schön und ausführlich gezeichnet. Hinter der Stadt fließt die Wernitz, diese mündet bei Donauwörth in die Donau ein. Die oben angeführte Bezeichnung der Stadt befindet sich auf einem auseinandergefalteten Band am Himmel der dargestellten Landschaft. Auf einem ähnlichen Band steht die Legende: A -O.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Thonauwerth

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1973
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Der Kupferstich mit der Abbildung der Stadt Donauwörth umfasst keine Elemente in jeglichem Zusammenhang mit den Kriegsereignissen, der Kupferstich entstand jedoch während des 30-jährigen Krieges, als Donauwörth zweimal eine wichtige Rolle spielte. Am 27. März 1632 wurde die Stadt durch Gustav Adolf von Schweden erobert, dieser zog mit seiner Armee siegesreich vom Rhein Richtung Nürnberg und wollte in Bayern eindringen, um seinen Sieg über General Tilly und Herzog Maximilian von Bayern zu vollenden. Zum zweiten mal im 30-jährigen Krieg wurde Donauwörth Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Kriegsmächte, als im 1648 die kaiserlich-bayerische Armee unter Piccolomini und Enckefort bei Donauwörth die Donau überquerte, um die Schweden am Einfallen in der Unteren Pfalz zu hindern.

175-Delineation des Treffens an dem Lech, welcher Gestalt der König in Schweden über selbiges Wasser kommen und den Hertzogen in Bayern neben dem Graffen Tilly in die Flucht geschlagen. Praelium ad Licum comissum inter regem Svecorum & comitem Thillyum.

Delineation des Treffens an dem Lech, welcher Gestalt der König in Schweden über selbiges Wasser kommen und den Hertzogen in Bayern neben dem Graffen Tilly in die Flucht geschlagen. Praelium ad Licum comissum inter regem Svecorum & comitem Thillyum.

řeka Lech, dne 06.04.1632

Das Bild stellt eine Landschaft entlang des Lechs bei Rain da, ungefähr 50 km westlich von Ingolstadt. Im Vordergrund befindet sich die schwedische Armee, diese überquert den Lech über Furten sowie über eine Brücke, die durch Rauch verhüllt ist. Der Kupferstich hat einen hohen Kunstwert und deutet aufgrund seiner eigenartigen Ausführung auf die Hand von Hollar hin, ist jedoch leider nicht signiert. Am anderen Lech-Ufer rechts befindet sich ein dichter Wald. Die Legende A-I steht unter dem Bild, der deutsche Text ist oben, der lateinische am abgebildeten Himmel.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Delineation des Treffens an dem Lech, welcher Gestalt der König in Schweden über selbiges Wasser kommen und den Hertzogen in Bayern neben dem Graffen Tilly in die Flucht geschlagen. Praelium ad Licum comissum inter regem Svecorum & comitem Thillyum.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1987
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Die Schlacht am Lech am 6. April 1632 galt als die zweite entscheidende Begegnung zwischen der Armee von Gustav Adolf von Schweden und den kaiserlich-ligistischen Soldaten unter der Führung des Generals Tilly; es war gleichzeitig auch die zweite Niederlage von Tilly (das erste mal wurde er von Gustav Adolf bei Breitenfeld unweit von Leipzig am 17. September 1631 besiegt). In der Zeit zwischen den zwei erwähnten Schlachten sammelte Tilly seine bei Breitenbrunn zerstreuten Soldaten, warb jedoch in der Oberpfalz gleichzeitig neue Einheiten an. Dadurch wurde jedoch die Verbindung der Schweden mit ihrer nordischen Heimat gefährdet und gleichzeitig Gustav Adolf dazu gezwungen, sich gegen ihn – Richtung Bayern – zu wenden. Tillys Armee wurde vom Herzog Maxmilian von Bayern (uns von der Schlacht am Weißen Berg sehr gut bekannt) begleitet. Es kam zu einer Begegnung am Lech bei Rain, und gleich zum Beginn der Schlacht wurden Tilly sowie Aldringen schwer verletzt, also blieb der bayerische Kurfürst als Befehlshaber allein, dies wahrscheinlich nicht zu Gunsten der Sache, da von ihm noch an demselben Abend befohlen wurde, das Lech-Ufer zu verlassen, ohne dazu durch eine schwedische Kampfmaßnahme gezwungen zu sein. Somit wurde den Schweden das Tor ins Herzen von Bayern geöffnet. Dieser Befehl von Maximilian von Bayern war jedoch das Ergebnis einer Entscheidung des Kriegsrates, also kann man ihn für die Niederlage am Lech nicht voll verantwortlich machen. Der tödlich verletzte Tilly starb bald danach in Ingolstadt. Der Herzog von Bayern verlor somit einen ergebenen, ehrlichen und erfahrenen Feldherrn, der nach seinem Tod als den einzigen Besitz sein unbedeutendes Feldgepäck hinterließ, anders als die meisten damaligen Heerführer – Kondottieri – von denen das Militärhandwerk vorwiegend aus Beutegründen betrieben wurde.

174-Thonawerth, Donau-Flusz-Die Stadt Rain-der Lech Flusz.

Thonawerth, Donau-Flusz-Die Stadt Rain-der Lech Flusz.

Donauwörth, dne 06.04.1632

Der Druck zeigt die Schlacht am Lech, bei der General Tilly (gefallen) und Kurfürst Maximilian von Bayern von Gustav Adolf von den Schweden am 6. April 1632 besiegt wurden. Das Bild ist primitiv gezeichnet. Die schwedische Armee erreicht Lech über eine Brücke sowie über Furten. Am anderen Ufer unter der Stadt Rain greift eine Kavallerietruppe die Infanterie an und feuert aus Gewehren und Pistolen. Am unteren Rand des Kupferstichs befindet sich ein Zelt mit der Aufschrift: 1632. Links oben sind die Donau und die Stadt Donauwörth, unweit einer Anhöhe, die angegriffen wird. Links unter der Kampfstandarte steht Friedrich von der Pfalz („Fr. Kö. in Böhem“).

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Thonawerth, Donau-Flusz-Die Stadt Rain-der Lech Flusz.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1987
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Die Schlacht am Lech am 6. April 1632 galt als die zweite entscheidende Begegnung zwischen der Armee von Gustav Adolf von Schweden und den kaiserlich-ligistischen Soldaten unter der Führung des Generals Tilly; es war gleichzeitig auch die zweite Niederlage von Tilly (das erste mal wurde er von Gustav Adolf bei Breitenfeld unweit von Leipzig am 17. September 1631 besiegt). In der Zeit zwischen den zwei erwähnten Schlachten sammelte Tilly seine bei Breitenbrunn zerstreuten Soldaten, warb jedoch in der Oberpfalz gleichzeitig neue Einheiten an. Dadurch wurde jedoch die Verbindung der Schweden mit ihrer nordischen Heimat gefährdet und gleichzeitig Gustav Adolf dazu gezwungen, sich gegen ihn – Richtung Bayern – zu wenden. Tillys Armee wurde vom Herzog Maxmilian von Bayern (uns von der Schlacht am Weißen Berg sehr gut bekannt) begleitet. Es kam zu einer Begegnung am Lech bei Rain, und gleich zum Beginn der Schlacht wurden Tilly sowie Aldringen schwer verletzt, also blieb der bayerische Kurfürst als Befehlshaber allein, dies wahrscheinlich nicht zu Gunsten der Sache, da von ihm noch an demselben Abend befohlen wurde, das Lech-Ufer zu verlassen, ohne dazu durch eine schwedische Kampfmaßnahme gezwungen zu sein. Somit wurde den Schweden das Tor ins Herzen von Bayern geöffnet. Dieser Befehl von Maximilian von Bayern war jedoch das Ergebnis einer Entscheidung des Kriegsrates, also kann man ihn für die Niederlage am Lech nicht voll verantwortlich machen. Der tödlich verletzte Tilly starb bald danach in Ingolstadt. Der Herzog von Bayern verlor somit einen ergebenen, ehrlichen und erfahrenen Feldherrn, der nach seinem Tod als den einzigen Besitz sein unbedeutendes Feldgepäck hinterließ, anders als die meisten damaligen Heerführer – Kondottieri – von denen das Militärhandwerk vorwiegend aus Beutegründen betrieben wurde.

177-Augspurg

Augspurg

Augsburg, dne 11.04.1632

Auf dem Kupferstich befindet sich eine Stadt, davon werden nur die Hauptgebäude dargestellt. Im Vordergrund ist der Fluss Lech. Die Stadt wird von der schwedischen Artillerie beschossen, einige Gemeinden in der Umgebung sind vom Rauch verhüllt und stehen in Flammen. Es handelt sich um einen perspektivischen Blicks von oben (sog. Vogelperspektive). Rechts oben ist der kleine Fluss Sinkel angedeutet.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Augspurg

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1987
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld am 17. September 1631 zog Gustav Adolf mit seiner Armee Richtung Westen zum Rhein, und bevor er sich auf den Siegesmarsch ins Land des Kurfürsten Maximilian von Bayern machte, ließ er sich kurz vor der Stadt Augsburg nieder, die von einer relativ schwachen Garnison gehalten wurde. Nach dreitägigen Verhandlungen, die durch ein leichtes schwedisches Schussfeuer psychologisch unterstützt wurden, ergab sich die Garnison und Gustav Adolf zog triumphal an der Spitze seiner Armee in die Stadt. Er wurde von den Einwohnern, wie in den meisten protestantischen Städten, begeistert begrüßt. Somit gewannen am 11. April 1632 die Protestanten die Stadt erneut zurück, in der die Augsburger Konfession entstand und die das kaiserliche Restitutionsedikt nur sehr schwer ertrug. Unverzüglich wurden sämtliche Kirchen erneut von den Protestanten übernommen und sämtliche Stellen der städtischen Funktionäre (vom Bürgermeister bis zum Nachtwächter) besetzt.

176-Wahrer Bericht, wie und wann ihr köngl. May. in Schweeden unt dero Kriegsarmada für Augspurg getruckt, auch was sich in Kürtze daselbst zugetragen. Getruckt und verlegt durch Daniel Manasser, Burger und Kupferstecher in Augspurg 1632.

Wahrer Bericht, wie und wann ihr köngl. May. in Schweeden unt dero Kriegsarmada für Augspurg getruckt, auch was sich in Kürtze daselbst zugetragen. Getruckt und verlegt durch Daniel Manasser, Burger und Kupferstecher in Augspurg 1632.

Augsburg, dne 17.04.1632

Auf dem Bild befindet sich die Stadt Augsburg; über die Brücke verlässt die Stadt die Stadtgarnison nach dem Abschluss des Akkords – einer Vereinbarung über die Stadtkapitulation – mit Gustav Adolf. Im Hintergrund sieht man einige Dörfer und Städtchen, diese sind mit Namen bezeichnet. Der deutsche Text unter dem Kupferstich kommentiert die Eroberung von Augsburg durch die Schweden im 1632.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Daniel, rytec a nakladatel v Augsburgu

Originální název: Wahrer Bericht, wie und wann ihr köngl. May. in Schweeden unt dero Kriegsarmada für Augspurg getruckt, auch was sich in Kürtze daselbst zugetragen. Getruckt und verlegt durch Daniel Manasser, Burger und Kupferstecher in Augspurg 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 1987
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld am 17. September 1631 zog Gustav Adolf mit seiner Armee Richtung Westen zum Rhein, und bevor er sich auf den Siegesmarsch ins Land des Kurfürsten Maximilian von Bayern machte, ließ er sich kurz vor der Stadt Augsburg nieder, die von einer relativ schwachen Garnison gehalten wurde. Nach dreitägigen Verhandlungen, die durch ein leichtes schwedisches Schussfeuer psychologisch unterstützt wurden, ergab sich die Garnison und Gustav Adolf zog triumphal an der Spitze seiner Armee in die Stadt. Er wurde von den Einwohnern, wie in den meisten protestantischen Städten, begeistert begrüßt. Somit gewannen am 11. April 1632 die Protestanten die Stadt erneut zurück, in der die Augsburger Konfession entstand und die das kaiserliche Restitutionsedikt nur sehr schwer ertrug. Unverzüglich wurden sämtliche Kirchen erneut von den Protestanten übernommen und sämtliche Stellen der städtischen Funktionäre (vom Bürgermeister bis zum Nachtwächter) besetzt.

181-Kurtzer und eygentlicher Abrisz der Hauptvestung Ingolstatt im Hertzogthumb Bayern, sampt deroselben Gelegenheit, historischer weisz, wie sie zu dieser Zeit gebauet ist, zumtheil ausz eygner erfahrung kürtzlich Beschrieben und ins Kupfer gebracht.

Kurtzer und eygentlicher Abrisz der Hauptvestung Ingolstatt im Hertzogthumb Bayern, sampt deroselben Gelegenheit, historischer weisz, wie sie zu dieser Zeit gebauet ist, zumtheil ausz eygner erfahrung kürtzlich Beschrieben und ins Kupfer gebracht.

Ingolstadt, dne 24.04.1632

Die Radierung zeigt Ingolstadt (die bedeutenderen Gebäude in der Stadt sind nummeriert), unter der Stadt entlang der Donau greifen schwedische Einheiten an. Rechts an der Spitze der Truppe reitet ein schwedischer General mit einem Marschallstab (zweifelsohne Gustav Adolf). Es folgen ein Trompeter und eine Kavallerieeinheit. Interessante Einzelheit: von der Ingolstädter Schanze feuert eine Kanone und trifft einen schwedischen Soldaten. Die angeführte deutsche Inschrift befindet sich über dem Bildabschnitt des Kupferstichs, unten steht ein langer deutscher Text, der sich ausführlich mit der Stadtgeschichte beschäftigt und mit einer Beschreibung der Belagerung sowie Eroberung der Stadt durch die Schweden am 24. April 1632 endet. Es folgt die Legende: 1–10.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Daniel, rytec a nakladatel v Augsburgu

Originální název: Kurtzer und eygentlicher Abrisz der Hauptvestung Ingolstatt im Hertzogthumb Bayern, sampt deroselben Gelegenheit, historischer weisz, wie sie zu dieser Zeit gebauet ist, zumtheil ausz eygner erfahrung kürtzlich Beschrieben und ins Kupfer gebracht.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2012
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinen wichtigen Siegen bei Breitenfeld und später am Lech wandte sich Gustav Adolf Richtung Augsburg und hat diese Stadt per Vereinbarung erobert. Erst danach zogen die Schweden Richtung Ingolstadt und ließen sich im Süden der Stadt nieder, während die am Lech geschlagene kaiserlich-bayerische Armee mit ihrem tödlich verletzten Befehlshaber Tilly und unter der derzeitigen Führung des Maximilian von Bayern nördlich von der Stadt ihre Zelte aufschlug. Die schwedischen Versuche, die Stadt zu erobern, wurden durch den heldenhaften Widerstand der Stadtbürger sowie der bayerischen Garnison vereitelt. Noch auf Empfehlung von Tilly zog die kaiserliche Armee ab und besetze Regensburg, während die Schweden die bayerische Hauptstadt München einnahmen. In diesen Tagen starb General Tilly in Ingolstadt. Die Belagerung der Stadt endete am 24. April 1632.

543-Ingolstadt

Ingolstadt

Ingolstadt, dne 24.04.1632

Blick auf die Stadt, die sich auf dem weiterliegenden Donau-Ufer befindet. Die bedeutenderen Gebäude sind mit Namen bezeichnet. Über die Donau führt eine Brücke. Im Vordergrund, auf dem näherliegenden Ufer, wird die Stadt von den Schweden angegriffen. Abseits befindet sich ein Bauernhof und darin Bauernvolk, das dem Kampfgeschehen zuschaut. Am Himmel steht die Inschrift: „Ingolstadium“, darüber das Stadtwappen mit einem Lorbeerzweig umwickelt.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Daniel, rytec a nakladatel v Augsburgu

Originální název: Ingolstadium

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2012
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinen wichtigen Siegen bei Breitenfeld und später am Lech wandte sich Gustav Adolf Richtung Augsburg und hat diese Stadt per Vereinbarung erobert. Erst danach zogen die Schweden Richtung Ingolstadt und ließen sich im Süden der Stadt nieder, während die am Lech geschlagene kaiserlich-bayerische Armee mit ihrem tödlich verletzten Befehlshaber Tilly und unter der derzeitigen Führung des Maximilian von Bayern nördlich von der Stadt ihre Zelte aufschlug. Die schwedischen Versuche, die Stadt zu erobern, wurden durch den heldenhaften Widerstand der Stadtbürger sowie der bayerischen Garnison vereitelt. Noch auf Empfehlung von Tilly zog die kaiserliche Armee ab und besetze Regensburg, während die Schweden die bayerische Hauptstadt München einnahmen. In diesen Tagen starb General Tilly in Ingolstadt. Die Belagerung der Stadt endete am 24. April 1632.

182-München

München

Mnichov, dne 10.05.1632

Auf dem Kupferstich ist die Stadt München, die am 10. Mail 1632 durch den König Gustav Adolf von Schweden aufgrund einer Vereinbarung erobert wurde, abgebildet. Im Vordergrund sieht man, wie der Münchener Stadtrat dem schwedischen König den Stadtschlüssel sowie die städtischen Privilegien übergibt. Der König reitet durch die Stadt, in seiner Rechten hält er einen Marschallstab. In seiner zahlreichen militärischen Gefolgschaft werden genannt: der böhmische König (d.h. Friedrich von der Pfalz), Pfalzvogt August, Herzog Wilhelm von Weimar und Herzog Johann von Holstein. Links befindet sich eine Brücke über die Isar. Inmitten der Stadt steht die bekannte „Frauenkirche“. Rechts ist eine weitere Brücke über die Isar. In weitem Hintergrund steht ein Dorf in Flammen. In der linken oberen Ecke ist das Stadtwappen von München – das „Münchner Kindl“.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: München

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2012
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld wandte sich Gustav Adolf mit seiner Armee Richtung Westen zum Rhein, den er unweit von Mainz überquerte. Während dieses Feldzugs, bei dem er den Namen „König der Protestanten“ verdiente, eroberte er viele Städte und vertrieb einige Male die Spanier von seinen Stützpunkten. Er konnte fast die ganze Untere Pfalz erobern und erst danach kam er nach Bayern zurück, wo sich inzwischen Tillys Armee erholte und erneut für ihn gefährlich sein konnte. Durch den Sieg am Lech stand ihm nun der Weg nach Bayern offen, ohne großen Erfolg umlagerte er Ingolstadt, wo gerade sein großer Gegner Tilly starb, dafür konnte er eine Vereinbarung mit der Stadtvertretung in Augsburg erzielen. Zu dieser Zeit, vor der langen Lagerung beider verfeindeten Armeen bei Nürnberg – Fürth, als der Befehlshaber der kaiserlichen Armeen erneut Wallenstein (II. Generalat) war, belagerte Gustav Adolf München und hat die Stadt aufgrund einer Vereinbarung mit dem Stadtrat am 10. Mai 1632 erobert.

183-Grundrisz und Entwurff etlicher Ohrt der Chur-Pfalz und wie die Spanier nach etlichen Treffen endlich gar daraus geschlagen worden.

Grundrisz und Entwurff etlicher Ohrt der Chur-Pfalz und wie die Spanier nach etlichen Treffen endlich gar daraus geschlagen worden.

Porýní, dne 23.05.1632 (do 26.05.1632)

Der Druck zeigt eine Landschaft, durch die einige Bäche fließen und in der einige Dörfer, mit Namen bezeichnet, verstreut sind. Unter dem oberen Rand des Kupferstiches befindet sich die Inschrift: „Palatinatus“, rechts unten ist ein kleiner Wald und abseits ein Zusammenstoß zwischen den spanischen und den schwedischen Soldaten abgebildet. Über dem Bildabschnitt des Drucks steht der Text, unten ist die Legende angeführt: A–G und 1–7.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Grundrisz und Entwurff etlicher Ohrt der Chur-Pfalz und wie die Spanier nach etlichen Treffen endlich gar daraus geschlagen worden.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2012
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Als Gustav Adolf mit dem größten Teil seiner Armee von dem siegesreichen Feldzug ins Rheinland zurückkehrte, ließ er hier noch seinen General Gustav Horn mit einer angemessenen Truppe zurück und beauftragte ihn mit der Liquidation der restlichen spanischen Militärstützpunkte. Horn eroberte von den Spaniern Trier, Speyer und weitere Städte. Die Spanier, unter der Führung des Grafs von Riedberg und Don Philipp de Sylva, wichen, von den Schweden verfolgt, Richtung Osten nach Württemberg. An einigen Stellen gab es zwischen beiden Armeen kleinere Zusammenstöße und Plänkeleien, z.B. unweit von Ulm. Die Spanier blieben immer geschlagen und erlitten beträchtliche Verluste, einerseits an der Mannschaft, sie verloren jedoch auch die meisten ihrer Vorräte (Train). Es geschah in der Zeit vom 23. bis zum 26. Mail 1632. Horn nahm an dem Feldzug nicht teil, an seiner Stelle wurden die Schweden vom Pfalzvogt Christian von Birkenfeld und dem rheinischen Graf Otto Ludwig befehligt.

186-Obsidio Mosae-Traiecti. Belagerung Mastrich. Angefangen den 9. Juny, übergeben den 12. August 1632.

Obsidio Mosae-Traiecti. Belagerung Mastrich. Angefangen den 9. Juny, übergeben den 12. August 1632.

Maastricht, dne 09.06.1632 (do 12.08.1632)

Inmitten des Kupferstichs befindet sich die Stadt Maastricht, die an der Mosel liegt. Sie ist von einem starken Ring verschiedener Fortifikationsbauten umgeben. Über die gesamte Bildfläche sind viele militärische Szenen, Lager, marschierende Truppen, kleine Plänkeleien u. ä. verteilt. Die einzelnen Einzelheiten sind mit erklärenden Anmerkungen versehen. In der rechten unteren Ecke befindet sich im Vordergrund ein General, der Befehle erteilt, mit seiner Gefolgschaft und mit zwei Trompetern. Die oben angeführten Inschrift steht rechts oben, abseits sind zwei Wappen gezeichnet: der vlämische Löwe und ein sechszackiger Stern; darunter steht der Maßstab.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Obsidio Mosae-Traiecti. Belagerung Mastrich. Angefangen den 9. Juny, übergeben den 12. August 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2017
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Im August des Jahres 1632, also zu dem Zeitpunkt, als sich die wichtigsten feindlichen Armeen, die kaiserlich-bayerische unter Wallenstein und die schwedische unter Gustav Adolf, unweit von Nürnberg gegenüber standen, wurde General Graf Pappenheim mit einer kleineren kaiserlichen Einheit nach Norddeutschland abkommandiert, um hier die protestantischen Fürsten im Schach zu halten. Zu dieser Zeit belagerte Friedrich Heinrich von Oranien-Nassau die Stadt Maastricht in den Niederlanden, die von einer spanischen Garnison gehalten wurde, die der niederländischen Statthalterin, Erzherzogin Isabell, unterlag. Die Erzherzogin erkannte, dass Maastricht nicht lange Widerstand leisten kann, und bat Pappenheim intensiv um Hilfe. Dieser überließ einen Teil seiner Armee unter der Leitung des Generals Gronsfeld in Westfalen und eilte selbst der bedrängten Stadt Maastricht zur Hilfe. Am 9. August 1632 unternahm er einen Angriff gegen die Niederländer, jedoch ohne Ergebnis, insbesondere deshalb, weil von den spanischen Verteidigern kein gleichzeitiger Vorstoß aus der Stadt erfolgte. Pappenheim erlitt eine ernsthafte Bauchverletzung und verlor im Kampf ungefähr 1 500 bis 2 000 Mann, auch Offiziere. Danach zog er zurück, um sich erneut mit Gronsfeld Einheit zu verbinden. Maastricht kapitulierte am 12. August 1632.

184-Abbildung der Statt Coblentz und wie selbige von den Schwedischen belagert und eingenohmen worden. 1632.

Abbildung der Statt Coblentz und wie selbige von den Schwedischen belagert und eingenohmen worden. 1632.

Koblenz, dne 20.06.1632

Auf dem Bild befindet sich die Stadt Koblenz, die am Zusammenfluss der Mosel und des Rheins liegt. Im Vordergrund ist eine Brücke über die Mosel; um die Stadt herum stehen Militärtruppen und feuernde Kanonen. Links über dem Rhein ist die Stadt Herrmannstein. Es handelt sich um eine sehr ausführliche Zeichnung, die, vor allem durch die Auffassung der Perspektive, an die Kupferstiche von Hollar erinnert.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Abbildung der Statt Coblentz und wie selbige von den Schwedischen belagert und eingenohmen worden. 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2017
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Die Eroberung des Rheinlands, die nach der Schlacht bei Breitenfeld folgte, wurde im Grunde durch die Schweden vollzogen, und Gustav Adolf stand mit seinen Soldaten nach dem Sieg am Lech bereits tief in Bayern. Im Rheinland blieben noch einige weniger bedeutende Städte, die in spanischer Hand waren. Die Schweden rückten an und konnten nach einer kurzen Belagerung die Städte durch Vereinbarung erobern. Bald jedoch wurde eine schwedische Garnison, durch die die eroberte Stadt besetzt wurde, durch eine französische ersetzt; die Franzosen waren nämlich damals Verbündete der Schweden. Die Stadt Koblenz wurde durch die Schweden am 20. Juni 1632 eingenommen.

192-CastraSuecica ad Norimbergam. Königl. schwedische Läger zu Nürnberg Anno 1632.

CastraSuecica ad Norimbergam. Königl. schwedische Läger zu Nürnberg Anno 1632.

Norimberk, dne 01.08.1632 (do 31.08.1632)

In der Mitte des Kupferstichs befindet sich die Stadt Nürnberg, darin sind ausführlich nur die wichtigen Gebäude und Befestigungen, die mit Namen bezeichnet sind, dargestellt. Um die Stadt ist ein weitläufiges, befestigtes Lager der schwedischen Armee. In beiden unteren Ecken sind außergewöhnlich schön gestochene Reiter-Auseinandersetzungen. Rechts oben befindet sich eine dekorative Barockvignette, auf dieser steht der oben zitierte Text. Gegenüber in derselben Höhe ist das Nürnberger Stadtwappen, mit einem Lorbeerkranz umwickelt.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: CastraSuecica ad Norimbergam. Königl. schwedische Läger zu Nürnberg Anno 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2017
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld und am Lech brach der schwedische König Gustav Adolf mit seiner Armee in Bayern ein, um hier seinen Sieg über den Kurfürsten Maximilian von Bayern zu vollenden. Seine Soldaten wüteten und verwüsteten das Land, also bat der machtlose bayerische Herzog den Kaiser dringend um Hilfe. Im März 1632 wurde vom Kaiser erneut Wallenstein berufen, dieser stellte unverzüglich eine neue Armee zusammen und zog an ihrer Spitze nach Schlesien, wo er die Armee des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. besiegen sollte. Es kam hier jedoch zu keinen bedeutenderen kämpferischen Zusammenstößen, da langwierig verhandelt wurde, insbesondere mit dem sächsischen General Arnim, den Wallenstein, außerhalb der offiziellen Verhandlungen, für seine Armee gewinnen wollte. Da es eine heimliche Verhandlung mit dem Feind war, galt es als der Beginn Wallensteins verräterischer Tätigkeit. Maximilian von Bayern setzte ständig dem Kaiser zu, Wallenstein mit der Armee nach Bayern abzukommandieren und dieses Land von der unerträglichen schwedischen Unterdrückung zu befreien. Wallenstein weigerte sich jedoch, zu Gunsten des bayerischen Kurfürsten, den er für seinen größten Feind hielt, da dieser im 1630 bei der Kurfürstenversammlung in Regensburg Wallensteins Abberufung aus dem kaiserlichen Dienst bewirkt hatte, einzugreifen. Der Herzog von Friedland musste jedoch schließlich den Befehl des Kaisers befolgen, er zog über Böhmen nach Bayern und ließ sich in einem festen Lager in Fürth, unweit von Nürnberg, in unmittelbarer Nähe des schwedischen Lagers, nieder. Die große Konzentration von Soldaten (ca. 50 bis 60 Tsd. Mann) auf einem kleinen Gebiet verursachte natürlich innerhalb kurzer Zeit eine unerträgliche Versorgungslage auf beiden Seiten. Daher beschloss Gustav Adolf am 24. August 1632, Wallensteins Positionen anzugreifen. Es kam zu langen, blutigen Kämpfen, die keine Entscheidung brachten. Die Kaiserlichen konnten sämtliche Attacken abwehren und wurden aus ihren Lagern nicht vertrieben. Gustav Adolf zog seine Armeen zurück zu Nürnberg. Es folgten diverse Verhandlungen, strategische Bewegungen beider Armeen, die schließlich zur Schlacht bei Lützen, bei der der schwedische König Gustav Adolf fiel, führten.

550-Abrisz der fürnehmen Statt Nürnberg, Dabei auch zu sehen wie beiderseits Armee in ihren Quartieren gegen einander liegen.

Abrisz der fürnehmen Statt Nürnberg, Dabei auch zu sehen wie beiderseits Armee in ihren Quartieren gegen einander liegen.

Norimberk, dne 01.08.1632 (do 31.08.1632)

Der Kupferstich, sehr scharf gestochen, zeigt Nürnberg mit befestigten Lagern beider verfeindeten Armeen. Horizontal fließt die Pegnitz. Die oben zitierte Inschrift befindet sich über dem Bild. Der Druck weist eine große Ähnlichkeit mit dem Kupferstich Nr. 187/245 auf.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Abrisz der fürnehmen Statt Nürnberg, Dabei auch zu sehen wie beiderseits Armee in ihren Quartieren gegen einander liegen.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2017
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld und am Lech brach der schwedische König Gustav Adolf mit seiner Armee in Bayern ein, um hier seinen Sieg über den Kurfürsten Maximilian von Bayern zu vollenden. Seine Soldaten wüteten und verwüsteten das Land, also bat der machtlose bayerische Herzog den Kaiser dringend um Hilfe. Im März 1632 wurde vom Kaiser erneut Wallenstein berufen, dieser stellte unverzüglich eine neue Armee zusammen und zog an ihrer Spitze nach Schlesien, wo er die Armee des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. besiegen sollte. Es kam hier jedoch zu keinen bedeutenderen kämpferischen Zusammenstößen, da langwierig verhandelt wurde, insbesondere mit dem sächsischen General Arnim, den Wallenstein, außerhalb der offiziellen Verhandlungen, für seine Armee gewinnen wollte. Da es eine heimliche Verhandlung mit dem Feind war, galt es als der Beginn Wallensteins verräterischer Tätigkeit. Maximilian von Bayern setzte ständig dem Kaiser zu, Wallenstein mit der Armee nach Bayern abzukommandieren und dieses Land von der unerträglichen schwedischen Unterdrückung zu befreien. Wallenstein weigerte sich jedoch, zu Gunsten des bayerischen Kurfürsten, den er für seinen größten Feind hielt, da dieser im 1630 bei der Kurfürstenversammlung in Regensburg Wallensteins Abberufung aus dem kaiserlichen Dienst bewirkt hatte, einzugreifen. Der Herzog von Friedland musste jedoch schließlich den Befehl des Kaisers befolgen, er zog über Böhmen nach Bayern und ließ sich in einem festen Lager in Fürth, unweit von Nürnberg, in unmittelbarer Nähe des schwedischen Lagers, nieder. Die große Konzentration von Soldaten (ca. 50 bis 60 Tsd. Mann) auf einem kleinen Gebiet verursachte natürlich innerhalb kurzer Zeit eine unerträgliche Versorgungslage auf beiden Seiten. Daher beschloss Gustav Adolf am 24. August 1632, Wallensteins Positionen anzugreifen. Es kam zu langen, blutigen Kämpfen, die keine Entscheidung brachten. Die Kaiserlichen konnten sämtliche Attacken abwehren und wurden aus ihren Lagern nicht vertrieben. Gustav Adolf zog seine Armeen zurück zu Nürnberg. Es folgten diverse Verhandlungen, strategische Bewegungen beider Armeen, die schließlich zur Schlacht bei Lützen, bei der der schwedische König Gustav Adolf fiel, führten.

185-Grafen von Pappenheims Anfall auff das Städtische Läger vor Mastrich, 1632.

Grafen von Pappenheims Anfall auff das Städtische Läger vor Mastrich, 1632.

Maastricht, dne 09.08.1632

Kleiner Kupferstich, angefertigt á la Merian, bzw. Hollar (Hollar arbeitete einige Jahre in der Merian Werkstatt in Frankfurt, daher die auffällige Ähnlichkeit in der künstlerischen Auffassung beider Kupferstecher), links im Vordergrund ist eine Reiterszene abgebildet, in der Mitte der breite Maas-Fluss, darüber führt eine Brücke. Die Stadt Maastricht liegt im Hintergrund, in der Nähe wird gekämpft. Der Druck stammt aus dem Werk „Theatrum Europaneum“.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Grafen von Pappenheims Anfall auff das Städtische Läger vor Mastrich, 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2017
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Im August des Jahres 1632, also zu dem Zeitpunkt, als sich die wichtigsten feindlichen Armeen, die kaiserlich-bayerische unter Wallenstein und die schwedische unter Gustav Adolf, unweit von Nürnberg gegenüber standen, wurde General Graf Pappenheim mit einer kleineren kaiserlichen Einheit nach Norddeutschland abkommandiert, um hier die protestantischen Fürsten im Schach zu halten. Zu dieser Zeit belagerte Friedrich Heinrich von Oranien-Nassau die Stadt Maastricht in den Niederlanden, die von einer spanischen Garnison gehalten wurde, die der niederländischen Statthalterin, Erzherzogin Isabell, unterlag. Die Erzherzogin erkannte, dass Maastricht nicht lange Widerstand leisten kann, und bat Pappenheim intensiv um Hilfe. Dieser überließ einen Teil seiner Armee unter der Leitung des Generals Gronsfeld in Westfalen und eilte selbst der bedrängten Stadt Maastricht zur Hilfe. Am 9. August 1632 unternahm er einen Angriff gegen die Niederländer, jedoch ohne Ergebnis, insbesondere deshalb, weil von den spanischen Verteidigern kein gleichzeitiger Vorstoß aus der Stadt erfolgte. Pappenheim erlitt eine ernsthafte Bauchverletzung und verlor im Kampf ungefähr 1 500 bis 2 000 Mann, auch Offiziere. Danach zog er zurück, um sich erneut mit Gronsfeld Einheit zu verbinden. Maastricht kapitulierte am 12. August 1632.

549-Eigentlicher conterfehtlicher Abrisz wasz maszen Ihr. kon. May. Gustavus Adolphus, könig der Sweden, Goten, etc. sich um die Statt Nürnberg gelägert, auch dieselbe Statt und umbringent Läger befestigen lassen, und der kayserlichen Armada unter dem Hertzoge von Fridland alda erwartett den 30. Juli / 9. August deszelben Magasin in der Freyenstatt, angegriffen, verbränd, und den Entsatz geschlagen, nachmahlen dasz Läger am Altenberg angegriffen, und sich zur Furt logiert, wo die Fridländische vorhin gelegen.

Eigentlicher conterfehtlicher Abrisz wasz maszen Ihr. kon. May. Gustavus Adolphus, könig der Sweden, Goten, etc. sich um die Statt Nürnberg gelägert, auch dieselbe Statt und umbringent Läger befestigen lassen, und der kayserlichen Armada unter dem Hertzoge von Fridland alda erwartett den 30. Juli / 9. August deszelben Magasin in der Freyenstatt, angegriffen, verbränd, und den Entsatz geschlagen, nachmahlen dasz Läger am Altenberg angegriffen, und sich zur Furt logiert, wo die Fridländische vorhin gelegen.

Norimberk, dne 09.08.1632

Es handelt sich um die Darstellung des schwedischen und des kaiserlichen Lagers bei Nürnberg. Damals, am 9. August 1632, wurde durch die Schweden Wallensteins Nachschub-Zug in Freinstadt angegriffen. Links oben befindet sich Nürnberg, quer fließt der Fluss Regnitz; an der Stelle, an der der Fluss den Blattrand berührt, befindet sich der Markt Fürth, wo die Kaiserlichen ihre Lager hatten. Rechts unten ist in der Inschrift die Affäre bei Freinstadt dargestellt. Die angeführte Inschrift ist unter dem Bild. Über die gesamte Fläche des Kupferstichs sind viele kleine, vorwiegend militärische Szenen verteilt. In der linken unteren Ecke befindet sich ein Viereck mit der Inschrift: „Sw. Swedisch“ und „Fr. Friedländisch“.

Signace: neuvedena
Autor: Heyden Jacob van der, holandský rytec a nakladatel se sídlem ve Strasburku

Originální název: Eigentlicher conterfehtlicher Abrisz wasz maszen Ihr. kon. May. Gustavus Adolphus, könig der Sweden, Goten, etc. sich um die Statt Nürnberg gelägert, auch dieselbe Statt und umbringent Läger befestigen lassen, und der kayserlichen Armada unter dem Hertzoge von Fridland alda erwartett den 30. Juli / 9. August deszelben Magasin in der Freyenstatt, angegriffen, verbränd, und den Entsatz geschlagen, nachmahlen dasz Läger am Altenberg angegriffen, und sich zur Furt logiert, wo die Fridländische vorhin gelegen.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2024
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

In der zweiten Jahreshälfte 1632, als sich die kaiserliche und die schwedische Armee bei Nürnberg gegenüberlagen, entstand ein großer Lebensmittelmangel und beide Armeen waren gezwungen, Feldzüge zu unternehmen, um Vorräte zu beschaffen. Am 9. August 1632 unternahmen die Kaiserlichen einen, von einer Militärtruppe begleiteten, Feldzug nach Freinstadt, um Lebensmittelvorräte zu holen. Hier wurden sie jedoch unerwartet von den Schweden überfallen, diese bemächtigten sich der Beute und brannten die Stadt Freinstadt nieder. Die schwedische Truppe wurde vom General Tupadl befehligt.

187-Kurtze Beschreibung der Freystatt im Hertzogthumb Francken gelagen, wie dieselbe von ihrer Königl. Mayestät erobert und eingenommen. Getruckt zu Augspurg bey Johann Jerg Manasser Kupfferstecher, wohnhafft auffm Creutz.

Kurtze Beschreibung der Freystatt im Hertzogthumb Francken gelagen, wie dieselbe von ihrer Königl. Mayestät erobert und eingenommen. Getruckt zu Augspurg bey Johann Jerg Manasser Kupfferstecher, wohnhafft auffm Creutz.

Norinberk, dne 09.08.1632

Auf dem Druck ist die Stadt Freinstadt, diese liegt auf einer Anhöhe und steht in Flammen. Die umliegende Landschaft ist gebirgig. Die Stadt wird von wahrscheinlich schwedischen Reitern angegriffen. Im Vordergrund steht ein General, vermutlich Gustav Adolf, mit einer Kavallerietruppe, auf der anderen Seite (links) sind einige Reiter mit Fahnen und Feldtrompeten. Der zitierte Text befindet sich über dem Bild, unten ist ein weiterer, umfangreicher Text in Deutsch, in dem der Verlauf des abgebildeten Ereignisses dargestellt wird.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Kurtze Beschreibung der Freystatt im Hertzogthumb Francken gelagen, wie dieselbe von ihrer Königl. Mayestät erobert und eingenommen. Getruckt zu Augspurg bey Johann Jerg Manasser Kupfferstecher, wohnhafft auffm Creutz.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Zu der Zeit, als sich die kaiserliche und die schwedische Armee bei Fürth unweit von Nürnberg gegenüberlagen, litten die Soldaten unter Lebensmittelmangel, daher wurden von beiden Seiten Feldzüge unternommen, um Vorräte zu beschaffen. Beide Seiten versuchten natürlich, derartige Aktionen des Gegners zu vereiteln und ihm gegebenenfalls auch die Beute abzunehmen. Am 9. August 1632 erreichte eine schwedische Truppe unter Oberst Tupadl die Stadt Freinstadt, wo sich eine große Lebensmittelvorratskammer der Kaiserlichen befand; das Lager wurde von den Schweden ausgeraubt, die Stadt in Brand gesetzt und die kaiserliche Garnison niedergemetzelt. Durch die Kaiserlichen wurde unverzüglich eine größere Einheit zur Rettung der Vorräte nach Freinstadt entsendet, aber auch Gustav Adolf wurde bald informiert, stellte sich an die Spitze einiger Kavallerieregimente und eilte Richtung Freinstadt. Es kam zu einem Zusammenstoß, aus dem die Schweden als Sieger gingen. Bei den Kaiserlichen fielen Oberst Sparr und Proviantoberst Blaurer. Auf der schwedischen Seite fielen Oberst Riesz und zwei Kammerfahnenträger.

188-Nürnberg-Freienstadt

Nürnberg-Freienstadt

Norinberk, dne 09.08.1632

Der Kupferstich ist Form einer Karte des Gebiets zwischen Nürnberg und Freinstadt ausgeführt, hier fließen die Flüsse Pegnitz und Regnitz. Beide Städte sind abgebildet. Der Zusammenstoß der Schweden und der Kaiserlichen befindet sich in der Mitte des Kupferstichs. Die Radierung ist außergewöhnlich fein verarbeitet. Unter dem Bild befindet sich die Legende: A–F.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Nürnberg-Freienstadt

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

In der zweiten Jahreshälfte 1632, als sich die kaiserliche und die schwedische Armee bei Nürnberg gegenüberlagen, entstand ein großer Lebensmittelmangel und beide Armeen waren gezwungen, Feldzüge zu unternehmen, um Vorräte zu beschaffen. Am 9. August 1632 unternahmen die Kaiserlichen einen, von einer Militärtruppe begleiteten, Feldzug nach Freinstadt, um Lebensmittelvorräte zu holen. Hier wurden sie jedoch unerwartet von den Schweden überfallen, diese bemächtigten sich der Beute und brannten die Stadt Freinstadt nieder. Die schwedische Truppe wurde vom General Tupadl befehligt. Zu der Zeit, als sich die kaiserliche und die schwedische Armee bei Fürth unweit von Nürnberg gegenüberlagen, litten die Soldaten unter Lebensmittelmangel, daher wurden von beiden Seiten Feldzüge unternommen, um Vorräte zu beschaffen. Beide Seiten versuchten natürlich, derartige Aktionen des Gegners zu vereiteln und ihm gegebenenfalls auch die Beute abzunehmen. Am 9. August 1632 erreichte eine schwedische Truppe unter Oberst Tupadl die Stadt Freinstadt, wo sich eine große Lebensmittelvorratskammer der Kaiserlichen befand; das Lager wurde von den Schweden ausgeraubt, die Stadt in Brand gesetzt und die kaiserliche Garnison niedergemetzelt. Durch die Kaiserlichen wurde unverzüglich eine größere Einheit zur Rettung der Vorräte nach Freinstadt entsendet, aber auch Gustav Adolf wurde bald informiert, stellte sich an die Spitze einiger Kavallerieregimente und eilte Richtung Freinstadt. Es kam zu einem Zusammenstoß, aus dem die Schweden als Sieger gingen. Bei den Kaiserlichen fielen Oberst Sparr und Proviantoberst Blaurer. Auf der schwedischen Seite fielen Oberst Riesz und zwei Kammerfahnenträger.

190-Delineation des Treffens, so zwischen den Schwedischen und Kayserlichen bey Wiseloch vorgangen.

Delineation des Treffens, so zwischen den Schwedischen und Kayserlichen bey Wiseloch vorgangen.

Wiesloch, dne 16.08.1632

Auf dem Bild befindet sich die Schlacht beim Städtchen Wiesloch, das ungefähr 20 km südlich von Heidelberg liegt. Im Vordergrund links ist eine á la Hollar gezeichnete militärische Szene. In einem unweit gelegenen Tal kämpfen die Armeen, abseits befindet sich das Städtchen Wiesloch. Im Hintergrund ist ein bewaldetes Bergland. Der angeführte deutsche Text steht über dem Bild, unten ist die Legende: A–G.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Delineation des Treffens, so zwischen den Schwedischen und Kayserlichen bey Wiseloch vorgangen.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Im August 1632 wurde das Städtchen Wiesloch, das ungefähr 20 km südlich von Heidelberg liegt, vom kaiserlichen Befehlshaber, Oberst Metternich belagert. Als er mangels Soldaten nicht in der Lage war, den Markt Wiesloch einzunehmen, entsandte Metternich einen Kurier (einen gewissen Korporal) zum General Oss Montecucculi (im Original falsch buchstabiert, Anm. des Ed.) und zum Markgraf Wilhelm mit der Bitte um Hilfe gegen Wiesloch. Der kaiserliche Korporal wurde jedoch unterwegs von den Schweden gefangengenommen und verhört. Als er seine Botschaft verriet, machte sich der schwedische General Gustav Horn mit seiner Armee zu Wiesloch auf und griff plötzlich die kaiserliche Kavallerie, die gerade Metternich zur Hilfe eilte, an. Die Schweden siegten, von den ca. 1 000 kaiserlichen Kürassier fielen bei Wiesloch 200, samt dem befehlshabenden Oberst Montballion und einigen weiteren Offizieren. Dieser Zusammenstoß ereignete sich am 16. August 1632.

189-Zusammenstoß zwischen den Schweden und den Kaiserlichen bei Wiesloch.

Zusammenstoß zwischen den Schweden und den Kaiserlichen bei Wiesloch.

Wiesloch, dne 16.08.1632

Auf dem Kupferstich befindet sich eine bewaldete Landschaft, hier spielte sich die Schlacht bei Wiesloch ab. Links auf dem Bild befindet sich ein Dorf mit einem spitzen Kirchenturm. Links im Vordergrund sind einige Reiter und Musketiere. Aufgrund seiner Ausführung bezeugt der Kupferstich, dass er aus der Median Werkstatt in Frankfurt stammt. Unter dem Bild ist die Legende A–G.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Het Treffen tussen de Swesche en Kaysersche by Wiseloch.“

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Im August 1632 wurde das Städtchen Wiesloch, das ungefähr 20 km südlich von Heidelberg liegt, vom kaiserlichen Befehlshaber, Oberst Metternich belagert. Als er mangels Soldaten nicht in der Lage war, den Markt Wiesloch einzunehmen, entsandte Metternich einen Kurier (einen gewissen Korporal) zum General Oss Montecucculi (im Original falsch buchstabiert, Anm. des Ed.) und zum Markgraf Wilhelm mit der Bitte um Hilfe gegen Wiesloch. Der kaiserliche Korporal wurde jedoch unterwegs von den Schweden gefangengenommen und verhört. Als er seine Botschaft verriet, machte sich der schwedische General Gustav Horn mit seiner Armee zu Wiesloch auf und griff plötzlich die kaiserliche Kavallerie, die gerade Metternich zur Hilfe eilte, an. Die Schweden siegten, von den ca. 1 000 kaiserlichen Kürassier fielen bei Wiesloch 200, samt dem befehlshabenden Oberst Montballion und einigen weiteren Offizieren. Dieser Zusammenstoß ereignete sich am 16. August 1632.

191-Schwedisches Lager bei Fürth. Kämpe des Herzogs von Friedland auf dem Altenberg. Kaiserliches Lager auf dem Altenberg bei Fürth.

Schwedisches Lager bei Fürth. Kämpe des Herzogs von Friedland auf dem Altenberg. Kaiserliches Lager auf dem Altenberg bei Fürth.

Fürth, dne 24.08.1632

Auf der rechten Bildseite befinden sich die Anhöhe „Altenberg“ und das kaiserliche Lager, gegenüber (quer über das Blatt) sind die Schweden aufgestellt. Die Flüsse Regnitz und Pegnitz sind sehr deutlich eingezeichnet. Links unten befindet sich eine Zierkartusche, darin die oben angeführte Inschrift und unten die Legende: A–G.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Castra Svecica Furti posita. Fridlandium ducem in monte veteri dicto opugnatia. Kay. Läger aff dem Alten. Berg bey Fürdt.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11879

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld und am Lech brach der schwedische König Gustav Adolf mit seiner Armee in Bayern ein, um hier seinen Sieg über den Kurfürsten Maximilian von Bayern zu vollenden. Seine Soldaten wüteten und verwüsteten das Land, also bat der machtlose bayerische Herzog den Kaiser dringend um Hilfe. Im März 1632 wurde vom Kaiser erneut Wallenstein berufen, dieser stellte unverzüglich eine neue Armee zusammen und zog an ihrer Spitze nach Schlesien, wo er die Armee des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. besiegen sollte. Es kam hier jedoch zu keinen bedeutenderen kämpferischen Zusammenstößen, da langwierig verhandelt wurde, insbesondere mit dem sächsischen General Arnim, den Wallenstein, außerhalb der offiziellen Verhandlungen, für seine Armee gewinnen wollte. Da es eine heimliche Verhandlung mit dem Feind war, galt es als der Beginn Wallensteins verräterischer Tätigkeit. Maximilian von Bayern setzte ständig dem Kaiser zu, Wallenstein mit der Armee nach Bayern abzukommandieren und dieses Land von der unerträglichen schwedischen Unterdrückung zu befreien. Wallenstein weigerte sich jedoch, zu Gunsten des bayerischen Kurfürsten, den er für seinen größten Feind hielt, da dieser im 1630 bei der Kurfürstenversammlung in Regensburg Wallensteins Abberufung aus dem kaiserlichen Dienst bewirkt hatte, einzugreifen. Der Herzog von Friedland musste jedoch schließlich den Befehl des Kaisers befolgen, er zog über Böhmen nach Bayern und ließ sich in einem festen Lager in Fürth, unweit von Nürnberg, in unmittelbarer Nähe des schwedischen Lagers, nieder. Die große Konzentration von Soldaten (ca. 50 bis 60 Tsd. Mann) auf einem kleinen Gebiet verursachte natürlich innerhalb kurzer Zeit eine unerträgliche Versorgungslage auf beiden Seiten. Daher beschloss Gustav Adolf am 24. August 1632, Wallensteins Positionen anzugreifen. Es kam zu langen, blutigen Kämpfen, die keine Entscheidung brachten. Die Kaiserlichen konnten sämtliche Attacken abwehren und wurden aus ihren Lagern nicht vertrieben. Gustav Adolf zog seine Armeen zurück zu Nürnberg. Es folgten diverse Verhandlungen, strategische Bewegungen beider Armeen, die schließlich zur Schlacht bei Lützen, bei der der schwedische König Gustav Adolf fiel, führten.

193-Abris des harten Treffens, welches am Alten Berg unfern von Nürnberg zwischen den königlichen schwedischen und dann der Friedländischen und Bajerischen Armeen den 24. Augusti vorgangen.

Abris des harten Treffens, welches am Alten Berg unfern von Nürnberg zwischen den königlichen schwedischen und dann der Friedländischen und Bajerischen Armeen den 24. Augusti vorgangen.

Norinberk, dne 24.08.1632

Auf der linken Bildseite befindet sich eine Anhöhe („Altenberg“), darauf entfachte sich unweit der kaiserlichen Schanzen Kampf von zahlreichen Militäreinheiten. Auf einer Erhebung im Wald steht ein Schloss oder Kloster. Links unten zwei Reiter, die aufeinander schießen. Unweit fließt der Fluss Regnitz, an seinem Zusammenfluss mit einem anderen Bach steht ein kleines Dorf mit einer Kirche.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Abris des harten Treffens, welches am Alten Berg unfern von Nürnberg zwischen den königlichen schwedischen und dann der Friedländischen und Bajerischen Armeen den 24. Augusti vorgangen.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

Nach seinem Sieg bei Breitenfeld und am Lech brach der schwedische König Gustav Adolf mit seiner Armee in Bayern ein, um hier seinen Sieg über den Kurfürsten Maximilian von Bayern zu vollenden. Seine Soldaten wüteten und verwüsteten das Land, also bat der machtlose bayerische Herzog den Kaiser dringend um Hilfe. Im März 1632 wurde vom Kaiser erneut Wallenstein berufen, dieser stellte unverzüglich eine neue Armee zusammen und zog an ihrer Spitze nach Schlesien, wo er die Armee des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. besiegen sollte. Es kam hier jedoch zu keinen bedeutenderen kämpferischen Zusammenstößen, da langwierig verhandelt wurde, insbesondere mit dem sächsischen General Arnim, den Wallenstein, außerhalb der offiziellen Verhandlungen, für seine Armee gewinnen wollte. Da es eine heimliche Verhandlung mit dem Feind war, galt es als der Beginn Wallensteins verräterischer Tätigkeit. Maximilian von Bayern setzte ständig dem Kaiser zu, Wallenstein mit der Armee nach Bayern abzukommandieren und dieses Land von der unerträglichen schwedischen Unterdrückung zu befreien. Wallenstein weigerte sich jedoch, zu Gunsten des bayerischen Kurfürsten, den er für seinen größten Feind hielt, da dieser im 1630 bei der Kurfürstenversammlung in Regensburg Wallensteins Abberufung aus dem kaiserlichen Dienst bewirkt hatte, einzugreifen. Der Herzog von Friedland musste jedoch schließlich den Befehl des Kaisers befolgen, er zog über Böhmen nach Bayern und ließ sich in einem festen Lager in Fürth, unweit von Nürnberg, in unmittelbarer Nähe des schwedischen Lagers, nieder. Die große Konzentration von Soldaten (ca. 50 bis 60 Tsd. Mann) auf einem kleinen Gebiet verursachte natürlich innerhalb kurzer Zeit eine unerträgliche Versorgungslage auf beiden Seiten. Daher beschloss Gustav Adolf am 24. August 1632, Wallensteins Positionen anzugreifen. Es kam zu langen, blutigen Kämpfen, die keine Entscheidung brachten. Die Kaiserlichen konnten sämtliche Attacken abwehren und wurden aus ihren Lagern nicht vertrieben. Gustav Adolf zog seine Armeen zurück zu Nürnberg. Es folgten diverse Verhandlungen, strategische Bewegungen beider Armeen, die schließlich zur Schlacht bei Lützen, bei der der schwedische König Gustav Adolf fiel, führten.

194-Belägerung der Vestung Benfeld in Nahmen I. K. M. zu Schweden etc. durch I. Excel. Herrn Feldmarschalk Gustav Horn den 20. September 1632.

Belägerung der Vestung Benfeld in Nahmen I. K. M. zu Schweden etc. durch I. Excel. Herrn Feldmarschalk Gustav Horn den 20. September 1632.

Benfeld, dne 20.09.1632 (do 19.10.1632)

Der Kupferstich ist in Form einer Karte ausgeführt, in der Mitte befindet sich die Stadt Benfeld, die ca. 30 km südlich von Straßburg am Fluss Ill liegt. Der Fluss bildet unter der Stadt mehrere Arme. Um die Stadt sind die Schanzen der Belagerer eingezeichnet. Rechts oben befinden sich ein längliches Bild der Stadt Benfeld, der oben angeführte Text sowie die Legende: A–F. Rechts unter dem Bild ist das Detail der Befestigung.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Belägerung der Vestung Benfeld in Nahmen I. K. M. zu Schweden etc. durch I. Excel. Herrn Feldmarschalk Gustav Horn den 20. September 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

Nach der Niederlage der kaiserlichen Armeen bei Wiesloch am 16. August 1632 zogen die Kaiserlichen nach Elsass und wurden vom schwedischen General Gustav Horn verfolgt. Unterwegs nahm er einige feste Kaiserstädte ein und belagerte am 20. September auch die Stadt Benfeld. Die Stadt verfügte über feste, widerstandsfähige Verteidigungsbauten und konnte den Schweden lange Widerstand leisten. Anfang Oktober versuchten die Kaiserlichen, der Stadt Benfeld zur Hilfe zu eilen, dieser Versuch scheiterte jedoch. Erst am 19. Oktober 1632 waren die Verteidiger mit ihren Kräften am Ende und übergaben die Stadt an die Schweden aufgrund einer Vereinbarung, deren Bedingungen ziemlich erträglich waren.

195-Abrisz der Churfürstlichen Sächsischen Statt Leipzig, wie dieselbe jetztiger Zeit im Wesen ist.

Abrisz der Churfürstlichen Sächsischen Statt Leipzig, wie dieselbe jetztiger Zeit im Wesen ist.

Lipsko, dne 22.10.1632

Es handelt sich um einen Blick von oben (aus der sog. Vogelperspektive) auf die Stadt Leipzig. Die Stadt ist sehr ausführlich und genau abgebildt. In der Umgebung spielen sich verschiedene Kampfszenen und feindliches Feuer ab. Oben rechts und links sind 2 Wappen. Unten ist die Legende: A–Z.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Abrisz der Churfürstlichen Sächsischen Statt Leipzig, wie dieselbe jetztiger Zeit im Wesen ist.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

In der Zeit zwischen den Ereignissen bei Nürnberg – Fürth (August 1632) und der Schlacht bei Lützen (6. November 1632) verlagerte sich der Schwerpunkt der Kämpfe von Bayern nach Sachsen. Am 22. Oktober 1632 konnten die Kaiserlichen durch Vereinbarung die Stadt Leipzig einnehmen. Die Stadt war aufgrund des Abkommens verpflichtet, an Wallenstein 50 000 Taler zu zahlen und erhielt eine kleinere kaiserliche Garnison.

202-Abbildung der Statt Cöln und gegenüber gelegenen Freyheit Duytz sampt des General Baudissin darauf geschechenen Anfals 1632.

Abbildung der Statt Cöln und gegenüber gelegenen Freyheit Duytz sampt des General Baudissin darauf geschechenen Anfals 1632.

Kolín nad Rýnem, dne 01.11.1632 (do 31.12.1632)

Der Vordergrund des Kupferstiches besteht aus der Vorstadt Deutz in Köln mit einer Explosion in der Kirche und dem Angriff schwedischer Soldaten. Darüber befindet sich der Rhein mit einigen Mühlen und im Hintergrund die Stadt Köln. Am Himmel links ist das kaiserliche Wappen mit dem Adler und auf der rechten Seite das Wappen der Stadt Köln. Der deutsche Text steht über dem Bild, unten ist die Legende A–W.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Abbildung der Statt Cöln und gegenüber gelegenen Freyheit Duytz sampt des General Baudissin darauf geschechenen Anfals 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

Nach dem Sieg des Königs Gustav Adolf über die katholischen Mächte im Westen von Deutschland wurde die Stadt Köln vereinbarungsgemäß neutral. Ungeachtet dieses Umstandes fingen jedoch die Kölner aus unerklärlichen Gründen an, unweit der Vorstadt Deutz einige Festungen zu errichten. Sobald diese Tätigkeit dem schwedischen General Baudissin bekannt wurde, unternahm er Ende 1632 eine Attacke gegen die Vorstadt Deutz und ließ die neu errichteten Fortifikationen dem Boden gleich machen. Bei dieser Operation wurden viele Kölner Soldaten niedergemetzelt und gefangen genommen. Einer der schwedischen Soldaten versteckte sich während des Kampfes in der Statd in der Kirche und steckte eine größere Menge Schießpulver, das hier gelagert wurde, in Brand. Es kam zu einer Explosion, bei der die Kirche zerstört und ca. 300 Deutzer Bürger getötet wurden. Diese Explosion ist auf diesem Kupferstich gut sichtbar.

551-Abbildung der Fortification zu Deutsch sambt des daselbs durch die Schwedischen geschehenen Eingalls 1632.

Abbildung der Fortification zu Deutsch sambt des daselbs durch die Schwedischen geschehenen Eingalls 1632.

Deutz, dne 01.11.1632 (do 31.12.1632)

Unter dem oberen Rand des Drucks fließt der Rhein, direkt darunter befindet sich die Vorstadt Deutz mit einer Explosion (der Kirchenturm stürzt ab). Im Vordergrund vor der Stadt sind einige Militärtruppen und ein befehlshabender General mit einem Marschallstab, dieser wird von einigen Fahnenträgern begleitet. Der zitierte deutsche Text befindet sich über dem Bild, unten ist die Legende: A–W.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Abbildung der Fortification zu Deutsch sambt des daselbs durch die Schwedischen geschehenen Eingalls 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

Nach dem Sieg des Königs Gustav Adolf über die katholischen Mächte im Westen von Deutschland wurde die Stadt Köln vereinbarungsgemäß neutral. Ungeachtet dieses Umstandes fingen jedoch die Kölner aus unerklärlichen Gründen an, unweit der Vorstadt Deutz einige Festungen zu errichten. Sobald diese Tätigkeit dem schwedischen General Baudissin bekannt wurde, unternahm er Ende 1632 eine Attacke gegen die Vorstadt Deutz und ließ die neu errichteten Fortifikationen dem Boden gleich machen. Bei dieser Operation wurden viele Kölner Soldaten niedergemetzelt und gefangen genommen. Einer der schwedischen Soldaten versteckte sich während des Kampfes in der Statd in der Kirche und steckte eine größere Menge Schießpulver, das hier gelagert wurde, in Brand. Es kam zu einer Explosion, bei der die Kirche zerstört und ca. 300 Deutzer Bürger getötet wurden. Diese Explosion ist auf diesem Kupferstich gut sichtbar.

201-Todt des Königs von Schweden bey Lüzen 1632.

Todt des Königs von Schweden bey Lüzen 1632.

Lützen, dne 06.11.1632

Das Bild mit relativ großen Figuren zeigt den Nahkampf zwischen einigen Reitern. Auf der Erde liegen Verletzte. Links befindet sich ein Reiter, der in den Rücken von Gustav Adolf feuert. Im Hintergrund spielt sich ein großes, teilweise mit Rauch verhülltes Schlachtgetöse ab.

Signace: neuvedena
Autor: Manasser Johann Jerg, rytec v Augsburgu

Originální název: Todt des Königs von Schweden bey Lüzen 1632.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11940

Die Umstände des Todes von Gustav Adolf bei Lützen können aufgrund verschiedener Quellen folgend zusammengefasst werden: Der schwedische König ließ durch die Kavallerie des rechten Flügels seiner Armee die gegenüberstehenden kaiserlichen Kroaten auseinanderjagen. Als er jedoch merkte, dass die Mitte seiner Stellung allmählich schwankt, stellte er sich unverzüglich an die Spitze des finnischen Regiments, um der gefährdeten Stelle zu helfen. Er ritt relativ entfernt seiner finnischen Einheit in Begleitung des Herzogs Franz von Sachsen-Lauenburg, eines Pagen und eines Stallmeisters voraus. Bei diesem Ritt wurde er in die Schulter und kurz danach noch in den Rücken getroffen. Dieser zweite Schuss wurde angeblich vom kaiserlichen Oberst Falkenberg abgefeuert. Der König fiel vom Pferd, der Herzog von Sachsen-Lauenburg gemeinsam mit dem Stallmeister konnte sich durch Flucht retten, der Page Leubling blieb jedoch beim König und versuchte, ihm wieder in den Sattel zu helfen. Wegen des dichten Nebels (weshalb sich auch der Beginn der Schlacht verzögerte) konnten sie sich jedoch nicht orientieren; plötzlich kam eine kaiserlicher Kavallerietruppe, die Reiter erkannten jedoch nicht den verletzten König, sondern dachten, es handelte sich um einen höheren schwedischen Offizier. Sie töteten den König durch einige Stiche und Pistolenschüsse und zogen ihn danach aus. Sein treuer Page, der einige Male verletzt wurde, starb bald danach in Naumburg. Über die Leiche des Königs ritten während der Schlacht noch einige Kavallerietruppen hinweg, deshalb war sein Körper, als er gefunden wurde, so entstellt, dass die Schweden ihren geliebten König und Befehlshaber nicht mehr erkennen konnten. Nach der Schlacht wurde dann der Körper des Königs nach Weißenfels gebracht.

200-Bild der blutigsten Schlacht, in der die Armee des schwedischen Königs mit der kaiserlichen Armee unter der Befehlshabung des Herzogs von Friedland mit großen gegenseitigen Verlusten und Tod einiger Feldherren bei Lützen am 6. November 1632 aufeinandertraf.

Bild der blutigsten Schlacht, in der die Armee des schwedischen Königs mit der kaiserlichen Armee unter der Befehlshabung des Herzogs von Friedland mit großen gegenseitigen Verlusten und Tod einiger Feldherren bei Lützen am 6. November 1632 aufeinandertraf.

Lützen, dne 06.11.1632

Auf dem breiten Bild befindet sich rechts oben die Stadt Lützen in Flammen, links ist eine ovale Kartusche mit dem angeführten lateinischen Text. Die gesamte Bildmitte ist mit einem Kampfgetöse ausgefüllt. Im Vordergrund steht ein Galgen und unweit davon ist eine große Explosion gezeichnet, wahrscheinlich ein Munitionslager.

Signace: M. Merian fecit
Autor: Merian Mateus, mědirytec a nakladatel ve Frankfurtu nad Mohanem

Originální název: Typus cruentissimi illius proelii in quo exercitus regis sveciae cum acie caesarea sub duce Fridlandiae cum magna utriusque strage et plerorumque ducum interituu ad Lüzam conflixit ci die VI. Novembris Anno MDCXXXII.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11991

Nach den lokalen Operationen bei Nürnberg – Fürth in den Sommermonaten 1632, die zu keinem entscheidenden Ergebnis führten, haben sich beide Armeen, die hier in unmittelbarer Nähe ihre Lager hatten, getrennt. König Gustav Adolf blieb mit einem Teil seiner Armee in Bayern, um sich hier eine strategische Position gegen die Montecuccoli Armee, von der er bedroht wurde, zu sichern. Wallenstein zog Richtung Norden, wahrscheinlich mit der Absicht, Bernhard von Weimar, der dorthin vom schwedischen König abkommandiert wurde, anzugreifen. Durch diese Bewegung näherte sich die kaiserliche Armee Sachsen, und der Kurfürst Johann Georg von Sachsen rief sofort Gustav Adolf als auch Bernhard von Weimar zur Hilfe. Die Schweden rückten unverzüglich an, und beide mächtige Armeen, die schwedische sowie die kaiserliche, trafen sich unmittelbar bei Lützen unweit von Leipzig. Am 6. / 16. November 1632 begann hier in den späten Vormittagsstunden (wegen des dichten herbstlichen Frühnebels) eine große blutige Schlacht. Die Schweden verzeichneten zuerst Erfolg gegen die kaiserliche Infanterie, durch einen großen Kavallerieangriff konnte Wallenstein die Lager erneut ins Gleichgewicht bringen. Später gewannen die Schweden jedoch erneut die Oberhand, und die Lage wurde für die Kaiserlichen gefährlich. In den späten Nachmittagsstunden rückte mit seiner bewährten Kavallerie der kaiserliche General Pappenheim heran, der hastig von Wallenstein berufen wurde. Pappenheim unternahm mit seiner Garnison sofort einen scharfen Gegenangriff, dadurch konnten die bereits siegenden Schweden erneut zurückgeworfen werden und die Kräfte befanden sich abermals im Gleichgewicht. Pappenheim selbst ist im Kampf gefallen; der mit Blut beschmierte schriftliche Befehl von Wallenstein, den Pappenheim bei der Schlacht bei sich trug, ist im Militärmuseum in Wien ausgestellt. Es wurde dunkel, und die Nacht beendete das Blutvergießen. Das Ergebnis der Schlacht kann als unentschieden bezeichnet werden. Gustav Adolf, der sich in das dichteste Getöse stürzte, wurde zweimal getroffen. Von den wichtigeren schwedischen Offizieren fielen: Graf Brahe, General Uslar, Ernst von Anhalt, Oberst Gerstorf sowie einige Offiziere aus den Reihen der böhmischen Emigranten. Es wird geschätzt, dass auf der schwedischen Seite 4 000 bis 5 000 Mann fielen. Bei den Kaiserlichen fielen außer Pappenheim (der vor seinem Tod Wallenstein angeblich hätte ausrichten lassen sollen, er sterbe gerne mit dem Wissen, dass der hartnäckigste Feind des katholischen Glaubens, Gustaf Adolf, nicht mehr lebt) viele der höchsten Offiziere. Verletzt wurden Piccolomini, Holk, Breuer, Trčka, Harrach und viele andere. Die Anzahl der Gefallenen war ungefähr gleich dem Verlust bei den Schweden. Wallenstein litt während der gesamten Schlacht unter Gichtschmerzen; er musste daher vom Pferd absteigen und sich auf einer Trage transportieren lassen. Nach der Schlacht bei Lützen zogen die Kaiserlichen nach Böhmen, die schwedische Armee blieb jedoch in Sachsen.

199-Lützer Schlachtordnung.

Lützer Schlachtordnung.

Lützen, dne 06.11.1632

Auf der oberen Seite des Drucks ist die Kampfposition der Schweden abgebildet, dabei ist es typisch, dass sich die Musketier-Reihen zwischen den Kavallerie-Schwadronen befinden und das die Schießstellungen der leichten Artillerie teilweise in der Nähe der Kampfformen, sei es die Infanterie oder die Kavallerie, sind. Die Position der kaiserlichen Armee ist in der unteren Grafikhälfte abgebildet. Durch die Mitte verläuft ein Graben, von den kaiserlichen Schützen besetzt, der während der Schlacht eine wichtige Rolle spielte. Rechts befindet sich eine Kartusche mit den Kampfparolen beider Armeen: „Jesus Maria“ (d.h. die Parole der Kaiserlichen) und „Gott mit uns“ (d.h. die Parole der Schweden). In der Mitte des Blatts rechts steht die Stadt Lützen in Flammen.

Signace: neuvedena
Autor: Merian Mateus, mědirytec a nakladatel ve Frankfurtu nad Mohanem

Originální název: Instructio aciei caesareanorum et Svecorum prope Luzzenam. Lützer Schlachtordnung.

Katalogová čísla:
Wilhelm Eduard Drugulin – Atlas historique Drugulin: 2025
Čeněk Zíbrt – Bibliografie české historie: 11991

Nach den lokalen Operationen bei Nürnberg – Fürth in den Sommermonaten 1632, die zu keinem entscheidenden Ergebnis führten, haben sich beide Armeen, die hier in unmittelbarer Nähe ihre Lager hatten, getrennt. Der König Gustav Adolf blieb mit einem Teil seiner Armee in Bayern, um sich hier eine strategische Position gegen die Montecuccoli Armee, von der er bedroht wurde, zu sichern. Wallenstein zog Richtung Norden, wahrscheinlich mit der Absicht, Bernhard von Weimar, dort dorthin vom schwedischen König abkommandiert wurde, anzugreifen. Durch diese Bewegung näherte sich die kaiserliche Armee Sachsen, und der Kurfürst Johann Georg von Sachsen rief sofort Gustav Adolf als auch Bernhard von Weimar zur Hilfe. Die Schweden rückten unverzüglich an, und beide mächtige Armeen, die schwedische sowie die kaiserliche, trafen sich unmittelbar bei Lützen unweit von Leipzig. Am 6. / 16. November 1632 begann hier in den späten Vormittagsstunden (wegen des dichten herbstlichen Frühnebels) eine große blutige Schlacht. Die Schweden verzeichneten zuerst Erfolg gegenüber der kaiserlichen Infanterie, durch einen großen Kavallerieangriff konnte Wallenstein die Lager erneut ins Gleichgewicht bringen. Später gewannen die Schweden jedoch erneut die Oberhand, und die Lage wurde für die Kaiserlichen gefährlich. In den späten Nachmittagsstunden rückte mit seiner bewährten Kavallerie der kaiserliche General Pappenheim heran, der hastig von Wallenstein berufen wurde. Pappenheim unternahm mit seiner Garnison sofort einen scharfen Gegenangriff, dadurch konnten die bereits siegenden Schweden erneut zurückgeworfen werden und die Kräfte befanden sich abermals im Gleichgewicht. Pappenheim selbst ist im Kampf gefallen; der mit Blut beschmierte schriftliche Befehl von Wallenstein, den Pappenheim bei der Schlacht bei sich trug, ist im Militärmuseum in Wien ausgestellt. Es wurde dunkel, und die Nacht beendete das Blutvergießen. Das Ergebnis der Schlacht kann als unentschieden bezeichnet werden. Gustav Adolf, der sich in das dichteste Getöse stürzte, wurde zweimal getroffen. Von den wichtigeren schwedischen Offizieren fielen: Graf Brahe, General Uslar, Ernst von Anhalt, Oberst Gerstorf sowie einige Offiziere aus den Reihen der böhmischen Emigranten. Es wird geschätzt, dass auf der schwedischen Seite 4 000 bis 5 000 Mann fielen. Bei den Kaiserlichen fielen außer Pappenheim (der vor seinem Tot Wallenstein angeblich hätte ausrichten lassen sollen, er sterbe gerne mit dem Wissen, dass der hartnäckigste Feind des katholischen Glaubens, Gustaf Adolf nicht mehr lebt) viele der höchsten Offiziere. Verletzt wurden Piccolomini, Holk, Breuer, Trčka, Harrach und viele andere. Die Anzahl der Gefallenen war ungefähr gleich der bei den Schweden. Wallenstein litt während der gesamten Schlacht unter Gichtschmerzen; er musste daher vom Pferd absteigen und sich auf einer Trage transportieren lassen. Nach der Schlacht bei Lützen zogen die Kaiserlichen nach Böhmen, die schwedische Armee blieb jedoch in Sachsen.

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